Angenommen man verschickt eine Tonschale mitsamt Untersetzer per Postpaket, dann heißt das seit einiger Zeit DHL. DHL sind die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der drei Firmengründer, Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn. Eigentlich ist es die Deutsche Post, aber die traut sich mit Paketen nicht mehr in die Öffentlichkeit.
Das zerbrechliche Gut wird in Papier und Luftpolsterfolie eingepackt, mit Styroporchips in einem Karton versenkt, alle Seiten gut mit zerknülltem Papier ausgestopft. Und zuguterletzt noch mit einer roten Aufkleberbanderole "Vorsicht zerbrechlich" hübsch verziert. Mit 6,90Euro für ein versichertes Paket frankiert und abgeschickt.
Nun kommt der Inhalt selbstverständlich zerdeppert an. Also reklamiert man, da es ja ein versichertes Paket ist und dafür einen höheren Preis zahlt. Nun greifen die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: der Empfänger muss das Paket mit dem zerdeppertem Inhalt zu einer Postfiliale bringen. Die schicken es zu einer Verpackungsüberprüfung. Diese stellt schlicht fest, daß das Paket nicht den "Verpackungsbedingungen der AGB der Deutschen Post AG" entspricht. Aha, also doch DPAG.
Da bei der DHL aber keine Unmenschen arbeiten schicken sie einem eine Paketbenachrichtigungskarte, man möge doch bitte eine Sendung anholen, da man (trotz Anwesenheit) nicht angetroffen wurde. Und so bekommt man, oh wie schön, den mittlerweile in tausend Teile zersprungenen Inhalt zurück geschickt. Wie heißt es so schön im besten Fachdeutsch: "Die Sendung wurde an den Absender abgeleitet."
So haben alle was davon- außer dem eigentlichen Empfänger. Dem überweist man lieber Geld, von den Kosten für Verpackung und Versand kann man ja gleich doppelt soviel schenken.
Wie schön, daß es kein Monopol mehr für den Paketversand gibt.
Sonntag, März 18, 2007
Mittwoch, Februar 21, 2007
Francisca Stoecklin
(1894- 1931)
An eine Orange
Herrliche Frucht,
im Haine
behutsam gereift.
Von Sonne und Südwind
tausendmal überküßt,
gerötet, gegoldet.
Duftend und schwer
ruhst du in meiner Hand.
Wieviel Sonnenküsse,
wieviel Regenschauer,
wieviel Vollmondschein,
welch ein großes warmes Land
halte ich mit Dir,
Vollkommene!
in meiner kleinen
gewölbten Hand.
(1894- 1931)
An eine Orange
Herrliche Frucht,
im Haine
behutsam gereift.
Von Sonne und Südwind
tausendmal überküßt,
gerötet, gegoldet.
Duftend und schwer
ruhst du in meiner Hand.
Wieviel Sonnenküsse,
wieviel Regenschauer,
wieviel Vollmondschein,
welch ein großes warmes Land
halte ich mit Dir,
Vollkommene!
in meiner kleinen
gewölbten Hand.
... was fantasiert man alles, wenn man Lust auf ein Stückchen Schokolade hat......
Dienstag, Februar 20, 2007
Das ist die letzte.....
..... Tafel vor der Autobahn? Nein, das ist die letzte Tafel Schokolade für die nächsten 7 Wochen. Denn traditionell zum Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Und der Vorsatz sieben Wochen bewußt auf etwas zu verzichten, egal ob Zigaretten, Fleisch, Fernsehen oder eben Süßigkeiten.Die Abstinenz wird feierlich eingeleitet mit einer Galgentafel. Am Tag vor der Hinrichtung. 250 Gramm. Ganz für mich allein!
Montag, Februar 19, 2007
And the Winner is....
Die Berlinale ist vorbei. Schade und doch auch gut. Die Kritiker murren über das unterdurchschnittliche Programm. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Filmauswahl und noch nie war so viel Berlinale wie 2007:
Hallam Foe: Frecher, junger, witziger und doch auch trauriger britischer Film über einen adoleszierenden Jugendlichen, der den Tod seiner Mutter verarbeitet. Ausgezeichnete Darsteller und mit einem silbernen Bären gekrönte Musik.
Die Fälscher: sehr sehenswerter Film über die "Operation Bernhard" der Nazis. Nicht nur die Anwesenheit des Fälschers Burger rechtfertigte die Standing Ovations.
Hamlet: großes Kino mit Asta Nielsen, ganz wundervolle musikalische Neuinterpretation. Leider eine einmalige Aufführung.
Brand upon the Brain: Guy Maddins Film ist vom Plot her nur ein B-Movie, die Filmgestaltung, die einsprechende Isabella Rosselini, das Live-Orchester und vor allem die drei Geräuschemacher haben ihn aber in eine eindruckende Performance verwandelt!
The real Dirt on Farmer John: berührender und auch unterhaltsamer Film über einen amerikanischen Biobauern zwischen Traktor und Glamour, Existenz und Verlust. Der Film war erheblich einfallsreicher als das von Bobby Bräuer kredenzte Essen.
Ich habe den englischen König bedient: erfrischender Berlinale-Beitrag mit tragikkomischer Handlung. Schwankt zwischen Märchen und Plattitüde, kunstvoller Inszenierung und Altersgeilheit? Durchaus sehenswert, viele schöne und lustige Momente, das Nachdenkliche verschwindet aber zu oft im Subtext.
The Good German: Cate Blanchett in einem Film noir mit Kameratechnik der 40er Jahre. Handlung ist die Suche nach verbleibenden Mitarbeitern der Operation Dora der Nazis. Sehr müder Applaus und ein sagenhaft schlechter Ansager.
Yella: deutscher Beitrag über eine ostdeutsche Frau, die nicht ankommt. Verwirrendes Ende, aber einen Silbenern Bären für Nina Hoss.
Berlin Song: Verschiedene Musiker entdecken Berlin als Ort der Inspiration und Mittelpunkt ihres Schaffens. Der Film beschränkt sich doch auf verschiedene Weisen, zum Beispiel auf Kreuzberg.
Hallam Foe: Frecher, junger, witziger und doch auch trauriger britischer Film über einen adoleszierenden Jugendlichen, der den Tod seiner Mutter verarbeitet. Ausgezeichnete Darsteller und mit einem silbernen Bären gekrönte Musik.
Die Fälscher: sehr sehenswerter Film über die "Operation Bernhard" der Nazis. Nicht nur die Anwesenheit des Fälschers Burger rechtfertigte die Standing Ovations.
Hamlet: großes Kino mit Asta Nielsen, ganz wundervolle musikalische Neuinterpretation. Leider eine einmalige Aufführung.
Brand upon the Brain: Guy Maddins Film ist vom Plot her nur ein B-Movie, die Filmgestaltung, die einsprechende Isabella Rosselini, das Live-Orchester und vor allem die drei Geräuschemacher haben ihn aber in eine eindruckende Performance verwandelt!
The real Dirt on Farmer John: berührender und auch unterhaltsamer Film über einen amerikanischen Biobauern zwischen Traktor und Glamour, Existenz und Verlust. Der Film war erheblich einfallsreicher als das von Bobby Bräuer kredenzte Essen.
Ich habe den englischen König bedient: erfrischender Berlinale-Beitrag mit tragikkomischer Handlung. Schwankt zwischen Märchen und Plattitüde, kunstvoller Inszenierung und Altersgeilheit? Durchaus sehenswert, viele schöne und lustige Momente, das Nachdenkliche verschwindet aber zu oft im Subtext.
The Good German: Cate Blanchett in einem Film noir mit Kameratechnik der 40er Jahre. Handlung ist die Suche nach verbleibenden Mitarbeitern der Operation Dora der Nazis. Sehr müder Applaus und ein sagenhaft schlechter Ansager.
Yella: deutscher Beitrag über eine ostdeutsche Frau, die nicht ankommt. Verwirrendes Ende, aber einen Silbenern Bären für Nina Hoss.
Berlin Song: Verschiedene Musiker entdecken Berlin als Ort der Inspiration und Mittelpunkt ihres Schaffens. Der Film beschränkt sich doch auf verschiedene Weisen, zum Beispiel auf Kreuzberg.
Samstag, Februar 17, 2007
Sonntag, November 27, 2005
Überfall. Hände in die Hosentaschen. Winter ist da.
Pünktlich zum ersten Advent wird das Berliner Grau eingeweisst.
Hallo Winter, sei willkommen, aber bleibe nicht zu lange.
Hallo Winter, sei willkommen, aber bleibe nicht zu lange.
Dienstag, November 22, 2005
Hurra. Wir haben eine Kanzlerette.
Achtung! Ab heute Helm tragen!
Angela Merkel steht gerade im Bundestag zur Wahl. Ab heute gilt deutschlandweit Helmpflicht! Schliesslich weiss man nicht, wann der Himmel nun herunterfällt. Sicher ist: Er fällt.
Montag, November 07, 2005
Mittwoch, Oktober 26, 2005
Sonntag, Oktober 23, 2005
Ein Liebeslied für die Liebste...
... ist sicherlich ein schönes Geschenk. Setzt allerdings voraus, dass man entweder singen kann oder ein Instrument beherrscht. Wem beides nicht vergönnt ist, kann sich beim Klavier-Komödianten Bodo Wartke nun Hilfe holen. Er stellt auf seiner Webseite einen Liebeslied-Generator zur Verfügung , mit dem man per drag&drop einfach die einzelnen Strophen in das Lied zieht. Die verschiedenen Strophen haben zwar alle den gleichen Text (oder zumindest den gleichen Sinn), sind aber in verschiedenen Dialekten und Sprachen angelegt. Von Plattdeutsch über Kölsch bis Bayrisch, von Bündnerisch über Finnisch bis Mandarin, von Latein über Arabisch bis Russisch (und noch einige mehr) ist alles dabei. Dabei sind auch die charmanten kleinen Nuancen des jeweiligen Menschenschlags berücksichtigt. Wartke stellt also ein multinationales Liebeslied zusammen, gerichtet an die Eine in der Ferne. Klingt nach Schlager-Grandprix, ist aber wirklich ein Spass, auch das fertig zusammengestellte Lied ist einfach per mail verschickt.
Ausprobieren!
Ausprobieren!
Samstag, Oktober 22, 2005
Freilaufende Eier
Die Vogelgrippe hält nun also dank der Zugvögel Einzug in Europa. Interessant, ich dachte immer, dass sie von Norden nach Süden fliegen und nicht von Osten nach Westen. Ab sofort gilt in Deutschland eine per Eilverordung erlassene Stallpflicht für alle Vögel, damit sie keinen Kontakt zu freifliegenden Tieren haben. Zootiere, Weihnachtsgänse, Brieftauben und Legehühner eingeschlossen. Ich möchte eine Wette eingehen, dass sich auch in den nächsten Wochen eine unveränderte Anzahl von Eiern freilaufender Hühner in den Supermärkten finden lässt. Es bleibt nur die Frage, ob es sich bei den meisten Herstellern eh um Etikettenschwindel, also Käfighaltung handelt, oder die freien Eier im Weihnachtsstollen landen.
Ich sag mal: Mahlzeit!
Ich sag mal: Mahlzeit!
Freitag, Oktober 21, 2005
Halber Golfball mit Stiel
Nur eine halbe Kugel und doch demnächst zur WM ein ganzer Fussball? Ich mag unseren Telespargel so wie er ist: bei Tag erscheint ein helles Lichterkreuz durch die Brechung der Sonnenstrahlen an seiner Seite. So kam er der Sage nach zu dem weiteren Spitznamen "Rache Gottes", da das Statussymbol der DDR, welches alle Kirchentürme überragen sollte, nun doch ein sichtbares Kreuz darstellt. Von unten blau erleuchtet sieht der Fernsehturm zwar wie ein UFO aus, aber das ist vollkommen akzeptabel.
Donnerstag, Oktober 20, 2005
Festival of Lights 2005 beendet
Die Invasion der Tripods in Berlin ist beendet, das "Festival of Lights" dreht für 2005 den Saft ab. Alle Stativträger entwickeln nun ihre Langzeitbelichtungen und schicken sie in die Labore. Aus den Abzügen werden für die ganze Familie Selfmade-Fotokalender gebastelt. Schliesslich ist bald Weihnachten- und damit wieder Zeit für die Weihnachtsbeleuchtung...
Mittwoch, Oktober 19, 2005
Rätsel für helle Köpfe
Zur Abwechslung zum passiven Konsum mal etwas Denksport:
In Deiner Wohnung befinden sich drei verschiedene Lichtschalter für drei verschiedene Lampen in Deinen Kellerräumen. Du hast vergessen, welcher Schalter zu welcher Lampe gehört und willst dieses herausfinden. Da Du Treppensteigen absolut nicht magst, versuchst Du die Anzahl des Auf- und Abstiegs möglichst gering zu halten.
Wie oft musst Du in den Keller gehen, um die drei Schalter klar den drei Lampen im Keller zuzuordnen? Und wie stellst Du es an?
Hinweis: alle Glühbirnen und Schalter sind funktionstüchtig. Man darf mehrere Schalter gleichzeitig einschalten.
Also, Birne angeschaltet! Lösungsvorschläge bitte in den Kommentaren veröffentlichen.
In Deiner Wohnung befinden sich drei verschiedene Lichtschalter für drei verschiedene Lampen in Deinen Kellerräumen. Du hast vergessen, welcher Schalter zu welcher Lampe gehört und willst dieses herausfinden. Da Du Treppensteigen absolut nicht magst, versuchst Du die Anzahl des Auf- und Abstiegs möglichst gering zu halten.
Wie oft musst Du in den Keller gehen, um die drei Schalter klar den drei Lampen im Keller zuzuordnen? Und wie stellst Du es an?
Hinweis: alle Glühbirnen und Schalter sind funktionstüchtig. Man darf mehrere Schalter gleichzeitig einschalten.
Also, Birne angeschaltet! Lösungsvorschläge bitte in den Kommentaren veröffentlichen.
TO MA TEN SAFT
Wer kennt das nicht: im gestarteten Flieger gerade seine Ruhe suchend, fragt die Saftschieberin den Fluggast nebenan, ob er Salz und Pfeffer möchte. Nicht Milch und Zucker für den Kaffee, nein, Salz und Pfeffer. Für den georderten Tomatensaft. Diebische Freude blitzt in seinen Augen, so ein exquisites Getränk leistet er sich zu Hause schliesslich nicht.
Wie Lufthansa-Sprecherin Amelie Lorenz berichtet, wurden "im vergangenen Jahr [..] auf Lufthansa-Flügen rund 1,4 Millionen Liter Tomatensaft getrunken". 40 Millionen Liter Tomatensaft werden jährlich in Deutschland verzehrt, davon 3% in der Luft. Orangensaft kommt da nur auf müde 0,4% Luftkonsum.
Und warum sitzen diese Nachtschattengewächs-Blut-Trinker eigentlich immer neben mir? Und warum sind sie zusätzlich noch mit ausgeprägter Legasthenie ausgestattet, vielleicht um das dickflüssige rote Gold möglichst weitläufig über meinen Anzug zu verteilen? Darum gibt es zu jedem Tomatensaftbecher im Flieger eine Serviette gleich dazu. In weiss. Oder gelb. Aber niemals in tomatigfarben.
Bei Tomatensaft seh ich rot.
Wie Lufthansa-Sprecherin Amelie Lorenz berichtet, wurden "im vergangenen Jahr [..] auf Lufthansa-Flügen rund 1,4 Millionen Liter Tomatensaft getrunken". 40 Millionen Liter Tomatensaft werden jährlich in Deutschland verzehrt, davon 3% in der Luft. Orangensaft kommt da nur auf müde 0,4% Luftkonsum.
Und warum sitzen diese Nachtschattengewächs-Blut-Trinker eigentlich immer neben mir? Und warum sind sie zusätzlich noch mit ausgeprägter Legasthenie ausgestattet, vielleicht um das dickflüssige rote Gold möglichst weitläufig über meinen Anzug zu verteilen? Darum gibt es zu jedem Tomatensaftbecher im Flieger eine Serviette gleich dazu. In weiss. Oder gelb. Aber niemals in tomatigfarben.
Bei Tomatensaft seh ich rot.
Dienstag, Oktober 18, 2005
Selbstbewusstsein
Man lernt doch täglich dazu. Eine Auswertung eines Berufeinstellungstest hat bei mir ein hohes Mass an Teamfähigkeit und sozialen Kompetenzen bescheinigt. Neben diesen überdurchschnittlichen Werten war meine Dominanz allerdings nur innerhalb der normalen Grösse angesiedelt. Leiden meine Alphatier-Gene etwa unter fehlendem Selbstbewusstsein? Alles eine Frage der Wahrnehmung, wie die folgende Episode zeigt:
Auf dem Rückweg der Testbesprechung verwickelte mich eine Gruppe von Strassenaktivisten in ein Gespräch über Welt, Wirtschaft und Wahlverhalten. Sie versicherte mir, dass deren Kanzlerkandidatin einiges besser gemacht hätte, und Frau Merkel nicht die beste Wahl für Deutschland ist. Was, noch eine schlagkräftige Frau in der Politik, noch eine Kanzlerkandidatin? Wie heisst die Partei, "Bürgerrechtsbewegung Solidarität"?! Aha, Programm etwas unklar, sie wollen die Welt retten, die D-Mark wieder einführen, die eurasische Landbrücke neu errichten. Ausserdem propagieren sie Schiller. Aha. Und die sind so stark, dass sie eine K a n z l e r- Kandidatin haben? Wow, beeindruckend, diese Massen von Wählern habe ich im Wahlkampf ganz übersehen.
Zuhause habe ich schnell mal geprüft, ob mein Rindfleischkonsum vielleicht doch arge Gedächtnislücken hinterlassen hat. Entwarnung, bei den 40984 Erstimmen erreichen sie ein Wahlergenis von 0,1%, mit 35649 Zweitstimmen auch eine Quote von 0,1%.
Um bei einer erdrückenden Mehrheit von 0,1% der Wahlstimmen von einer Kanzlerkandidatin Helga Zapp-LaRouche zu sprechen ist doch wahres Selbstbewusstsein.
Oder Grössenwahn.
Auf dem Rückweg der Testbesprechung verwickelte mich eine Gruppe von Strassenaktivisten in ein Gespräch über Welt, Wirtschaft und Wahlverhalten. Sie versicherte mir, dass deren Kanzlerkandidatin einiges besser gemacht hätte, und Frau Merkel nicht die beste Wahl für Deutschland ist. Was, noch eine schlagkräftige Frau in der Politik, noch eine Kanzlerkandidatin? Wie heisst die Partei, "Bürgerrechtsbewegung Solidarität"?! Aha, Programm etwas unklar, sie wollen die Welt retten, die D-Mark wieder einführen, die eurasische Landbrücke neu errichten. Ausserdem propagieren sie Schiller. Aha. Und die sind so stark, dass sie eine K a n z l e r- Kandidatin haben? Wow, beeindruckend, diese Massen von Wählern habe ich im Wahlkampf ganz übersehen.
Zuhause habe ich schnell mal geprüft, ob mein Rindfleischkonsum vielleicht doch arge Gedächtnislücken hinterlassen hat. Entwarnung, bei den 40984 Erstimmen erreichen sie ein Wahlergenis von 0,1%, mit 35649 Zweitstimmen auch eine Quote von 0,1%.
Um bei einer erdrückenden Mehrheit von 0,1% der Wahlstimmen von einer Kanzlerkandidatin Helga Zapp-LaRouche zu sprechen ist doch wahres Selbstbewusstsein.
Oder Grössenwahn.
Montag, Oktober 17, 2005
Ein Blick zurück. Und einer nach vorne.
Oktober 1973 - Mit dem Beschluss elf arabischer Länder, die Erdölförderung zu drosseln und den Ölpreis drastisch anzuheben, wird eine weltweite Energiekrise ausgelöst.
Pro Barrell (entspricht 159 Litern) Erdöl hat man statt 3 Dollar nun einen um 70% erhöhten Preis von 5 Dollar verlangt. Das führte zu den berühmten autofreien Sonntagen, wo man auf den Autobahnen spazieren gehen konnte.
Heute kostet das Fass Erdöl über 60 Dollar und unsere Autobahnen sollen eventuell verkauft werden. Nur blöd, dass man in diesem Fall dann nicht die eingetriebene Maut behalten dürfte.
Bei autofreien Tagen würde man vermutlich heutzutage ein Skaterennen veranstalten, zum Beispiel auf dem Berliner Ring und dann das Finish auf der AVUS. Und wir könnten endlich die Fussgängermaut einführen. Nach dem Prinzip der GEZ: alles was Beine hat kann theoretisch auch gehen. Alles was gehen kann, muss Fussgängermaut bezahlen. Und Nordic Walking kostet extra, da ja noch besondere technische Hilfsmittel für eine bessere Laufqualität eingesetzt werden.
Ich glaub, ich geh mal eine Runde spazieren, ist ja schliesslich noch kostenfrei.
Pro Barrell (entspricht 159 Litern) Erdöl hat man statt 3 Dollar nun einen um 70% erhöhten Preis von 5 Dollar verlangt. Das führte zu den berühmten autofreien Sonntagen, wo man auf den Autobahnen spazieren gehen konnte.
Heute kostet das Fass Erdöl über 60 Dollar und unsere Autobahnen sollen eventuell verkauft werden. Nur blöd, dass man in diesem Fall dann nicht die eingetriebene Maut behalten dürfte.
Bei autofreien Tagen würde man vermutlich heutzutage ein Skaterennen veranstalten, zum Beispiel auf dem Berliner Ring und dann das Finish auf der AVUS. Und wir könnten endlich die Fussgängermaut einführen. Nach dem Prinzip der GEZ: alles was Beine hat kann theoretisch auch gehen. Alles was gehen kann, muss Fussgängermaut bezahlen. Und Nordic Walking kostet extra, da ja noch besondere technische Hilfsmittel für eine bessere Laufqualität eingesetzt werden.
Ich glaub, ich geh mal eine Runde spazieren, ist ja schliesslich noch kostenfrei.
Sonntag, Oktober 16, 2005
Die Internetgemeinde versagt nicht kläglich!
Was haben wir uns denn hier wieder ausgedacht? Wird Google nun zur Meinungsbildung missbraucht? Dabei sollte das Suchschätzchen doch objektiv den besten Treffer anzeigen. In Zeiten von gesponsorten Links natürlich mehr ein frommer Wunsch.
Manchmal funktioniert sie allerdings einwandfrei:
1. Tippt in die Suchleiste von Google "miserable failure" ein.
2. Klickt auf die Schaltfläche "Auf gut Glück" (damit wird man direkt zum ersten Treffer der Suchergebnisliste weitergeleitet).
3. Seht und staunt! Da haben wir ihn, den kläglichen Versager.
Manchmal funktioniert sie allerdings einwandfrei:
1. Tippt in die Suchleiste von Google "miserable failure" ein.
2. Klickt auf die Schaltfläche "Auf gut Glück" (damit wird man direkt zum ersten Treffer der Suchergebnisliste weitergeleitet).
3. Seht und staunt! Da haben wir ihn, den kläglichen Versager.
Samstag, Oktober 15, 2005
Dark City

Die dunkle Jahreszeit rückt näher. Bevor wir unsere Tage wieder aufgrund Vitaminmangels unter der strahlenden Weihnachtsbeleuchtung verbringen, greift Berlin einen Trend auf. Noch mehr Touristen sollen kommen, um die Woche der Illumination zu begehen. Gebäude aller Art erstrahlen noch bunter als sonst in der abendlichen und nächtlichen Dunkelheit. Zum Beispiel das Rote Rathaus in - Rot, genau. Das Festival of Lights kommerzialisiert die Sehnsucht der Menschen nach Helligkeit. Vielleicht lässt sich ja der grün-gelbe Berliner Dom noch an einen Investor verkaufen...
Auch "Blinkenlights" am Haus des Lehres ist wieder aktiv! Endlich wieder Pong spielen auf dem wahrscheinlich grössten Display der Welt!
Stativverkäufer, das ist eure Chance! Die Zielgruppe läuft auf der Strasse rum! Ich habe noch nie s o v i e l e Stativträger auf einmal in der Stadt gesehen.
Na dann, viele erleuchtete Stunden!
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